Ich will

 

 

Ein Gegenargument

Ich halte das politisch für desorientierend und werde es nicht unterzeichnen. Der "Kampf" gegen die "zögerliche Haltung der Gewerkschaftsvorstände" geht an den Realititäten vorbei und lenkt  nur von unseren eigentlichen Aktivitäten ab. Im Vordergrund muss die Werbung für den 28.3. und dann den 16.5. stehen. Letzterer wird vom DGB getragen. Es gibt eine ganze Reihe von Koll, die dies ähnlich sehen und nicht unterzeichnen werden.

Ein weiteres anderes Gegenargument

Liebe Leute,
ich schick euch den offenen Brief zur Kenntnis weiter, nicht aus Überzeugung. Spontan einige Anmerkungen:
1. Wieso erst 20 namhafte, dann "normale" Mitglieder - nieder mit der hierarchischen Denke in der Gewerkschaftslinken!
2. bin ich nicht enttäuscht über den DGB, sondern habe genau das erwartet. Etwas anderes hätte mich überrascht.
3. Ich appeliere nicht an die Führungsverantwortung von Leuten, die die falsche Richtung weisen.
4. Ich bin dafür, dass wir selber eine Richtung bestimmen und nicht geführt werden.
5. Der
"Standortkorporatismus" ist in den Gewerkschaften niemals aufgegeben worden, von daher ist auch kein Rückfall, sondern nur eine Fortführung zu befürchten.
Weiß nicht, wie ihr das seht. Ich finde den Brief peinlich und eher ein Armutszeugnis. Ich bin durchaus dafür, der Gewerkschaftsspitze die Meinung zu sagen, aber nicht so. KollegInnen in Hamburg haben eine Position eingenommen, in der ich mich besser wiederfinde.
Selbstverständlich wäre ich trotz allen Widerspruchs solidarisch mit den Verfassern des offenen Briefes, wenn diese unter Druck sind.
Sorry, für die spontane Unmutsäußerung. Aber das war mir, die ich gerade aus Lateinamerika mit starken Basisbewegungen zurückkomme, doch zu viel an Institutionalitätsorientierung.